Ostereier färben – nachhaltig und sinnvoll

Es Gibt Etliche Möglichkeiten und Produkte Zu Kaufen, um unsere Ostereier aufzuhübschen. Doch Viele Produkte Werden Chemisch hergestellt. Es Gibt Allerdings Viele Nachhaltige Alternativen, die Du ganz einfach Mit Wenig Aufwand Zuhause Machen kannst.

Der Brauch Ostereier färben

Wie zu fast allem gibt es auch zum Ostereierfärben einen Brauch. Dieser reicht in Europa bis zu den Christen Mesopotamiens zurück. Diese haben die Eier rot gefärbt, um an das Blut Christi zu erinnern. Dass Eier in verschiedenen Farben gefärbt wurden, hatte etwas mit der Fastenzeit zu tun. In dieser waren neben Fleisch auch Eier nicht erlaubt. Um die Haltbarkeit und Frische erkenntlich zu machen, wurden die Eier je nach Zeit gefärbt. Heute werden gekochte Eier, oder auch ausgeblasene Eier, als Schmuck und Deko, sowie zum Sammelspaß der Kinder bemalt und dekoriert. Wieso Du dabei allerdings auf chemisch hergestellte Färbemittel verzichten solltest und was Du stattdessen verwenden kannst, erfährst Du in den nächsten Absätzen.

Schon einfache Muster sind dekorativ

Wunderschön aber toxisch

Schon lange vor Ostern, und manchmal sogar das ganze Jahr, gibt es im Supermarkt gefärbte Eier zu kaufen. Diese stehen meist sogar ungekühlt in den Regalen. Der Grund ist einfach: diese Eier sind in der Regel mit diversen Mitteln behandelt, zu finden unter den sogenannten E-Nummern. Bei diesen Eiern sind es meistens Nummern zwischen E100 und E180. Da diese bunten gekochten Eier als „verarbeitetes Produkt gelten“, gilt für sie auch keine Kennzeichnungspflicht. Heißt, Herkunftsland und Haltungsform sind meist nicht deklariert. So können eben auch Eier aus dem Ausland verwendet werden, wo Käfighaltung noch erlaubt ist. Bakterielle gesehen sind die meisten Eier wohl nicht auffällig, trotzdem solltest Du eventuell beschädigte Eier nicht mehr essen. Das größte Problem bei den meisten Färbemitteln ist die Farbe an sich. Einige Menschen reagieren empfindlich und allergisch auf einen bestimmten Farbstoff. Bei Kindern kann sie sogar Hyperaktivität auslösen! Die Rede ist von Azofarbstoffen. Diese werden durch eine chemische Reaktion aus Erdöl gewonnen und können Nesselsucht, Hautödeme und Asthma auslösen. Farbstoffe, die diese Bestandteile enthalten, lauten wie folgt: E102 (Tartrazin), E104 (Chinolingelb), E110 (gelb- und orangetöne), E122 (Azorubin), E124 (Cochenillerot) und E129 (Allurarot). Obwohl diese Stoffe so bedenklich sind, werden sie leider nicht verboten. Gerade Kinder kommen doch mehr mit der Farbe in Konatkt, als ein Erwachsener. Hier erfährst Du mehr über die Azofarbstoffe. Doch welche Alternativen gibt es?

Abgepackt in Plastik und haltbar gemacht – sowas braucht keiner

Nachhaltige Alternativen

  • Einfarbig gefärbte Eier kannst Du ganz einfach schön während dem Kochen färben. Dafür gibst Du in Dein Kochwasser etwas Essig, auf 1l ca 2 EL. Für die verschiedenen Farben gibst Du dann noch etwas färbende Pflanzenteile hinzu. Hier ein paar Beispiele: Für Violett kannst Du Heidelbeeren, Holunderbeeren oder Rotkohl hinzu geben, für geht ganz gut Spinat oder Brennessel, für Gelb kann man Birkenblätter, Kurkumapulver oder Löwenzahnblüten nehmen, für Rot gibst Du Rote Bete hinzu und für Braun/Orange gibst Du Zwiebeln hinzu. Um ein paar Muster auf den Eiern zu gestalten, kannst Du mit Bienenwachs Muster aufmalen. Es gibt Wachsstifte aus Bienenwachs, oder Du schmilzt vorsichtig etwas Wachs auf (höchstens 65 Grad, evtl im Wasserbad) und zeichnest mit einem Pinsel Deine gewünschten Muster drauf. Durch das Wachs werden diese Stellen nicht gefärbt und es entsteht ein wunderschönes Muster.
  • Du kannst auch das Muster nachträglich herstellen. Dafür taucht Du einfach ein Wattestäbchen in etwas Säure wie Essig oder Zitronensaft und tupfst die Farbe nach belieben von der Schale ab. Durch die Säure wird die Farbe aus der kalkhaltigen Schale wieder herausgelöst.
  • Wenn Du filigrane Bilder und Zeichnungen auf Deinen Ostereiern haben möchtest, kannst Du mit Buntstiften auf den gekochten und abgekühlten Eiern malen. Diese bleiben nur auf der Schale und dringen nicht in die Eier ein. Für Kinder kann es auch ganz interessant sein, da die bereits abgekühlten Eier leichter zu händeln sind und die Farbauswahl weitaus größer ist. Hier ist der Kreativität keine Grenze gesetzt.
  • Möchtest Du besonders glänzende Eier in Deinem Osternest verstecken, kannst Du sie mit etwas Pflanzenöl einreiben. Dafür einfach ein paar Tropfen auf ein Küchen Papier geben und vorsichtig das Ei abtupfen.
  • Ebenfalls elegant und individuell sieht selbstgebastelter Schmuck an den Eiern aus. Hier ist wieder alles möglich. Ob ganz klassisch und stilvoll oder ein freches Hühnchen – so ein Eischmuck lockert deinen Osterkorb gehörig auf!
Besonders Naturmaterialien eignen sich gut als Eierschmuck

Wie Du siehst, ist für jeden etwas dabei. Ob in einem färbende Süd gekocht, oder mit Buntstiften aufgetragen – das Ergebnis wird bestimmt wunderschön aussehen. Wir zuhause färben und bemalen unsere Eier nach alter Familientradition immer an Karfreitag. Da packen alle mit an. Zusammen verbringen wir somit immer einen richtig schönen Nachmittag. Und einen Vorteil hat das ganze selber färben noch: Die Eier, die beim Kochen platzen, können zu einem leckeren Eiersalat umfunktioniert werden. Also worauf wartet ihr noch?

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