Hühner halten – ein Überblick

Hast Du schonmal darüber nachgedacht, Hühner in Deinem eigenen garten zu Halten? Wahrscheinlich ja, denn Hühner gehören für die meisten Selbstversorger einfach dazu. Sie dienen nicht nur als Eier- oder fleischquelle, sondern sind auch ganz praktische Helferlein im Garten und so manches Mal lustige Wegbegleiter. Da ich bis jetzt noch keine eigenen Hühner mein eigen nennen konnte, gibt euch ein Gastautor, Robert Brungert, vom Fach in diesem Artikel Einen Überblick über die Hühnerhaltung. Viel Spaß dabei!
Auch eine kleine Hühnerschar sollte einen stolzen Hahn haben

Eigene Hühner im Garten

Hühner legen nicht nur viele Eier, es sind zugleich tolle Tiere, die eine enge Bindung zu ihrem Versorger aufbauen. Sicherlich sollen Hühner auf keinen Fall direkt im Gemüsegarten nach Futter suchen. Wer diesen nicht einzäunt, sollte seine Hühnerwiese begrenzen. Für einige flugfaule Rassen reicht bereits ein einfaches Hühnernetz mit einem guten Meter Höhe aus. Solange die Reste aus dem Gemüsegarten über den Zaun fliegen, freuen sich die Hühner dennoch sehr.Genau wie Menschen sind Hühner Allesfresser und zugleich auf eine ausgewogene Ernährung angewiesen. Diese soll sogar noch zur Leistungsphase passen. Während der Legepause brauchen die Legehennen immerhin weniger Energie und auch weniger Kalzium. Doch im Wachstum und in der Mauser ist der hohe Anteil von Rohprotein sehr wichtig. Während der Legephase muss es zugleich mehr Kalzium für die Eischalen geben. Am bequemsten ist ein Basisfutter aus dem Landwarenhandel.Wenn die Hühner während des Sommers fündig werden oder Gemüsereste und etwas Grünschnitt erhalten, werden sie mit ein paar Körnern bereits satt. Wichtig bleibt leider eine hochwertige Eiweißquelle. Gibt es zu wenig Kleintiere, muss auch Soja, ersatzweise Erbsen und Bohnen oder ein tierisches Eiweiß im Hühnerfutter enthalten sein.

Wer es sich zutraut, kann auch eigenen Nachwuchs großziehen

Der Hühnerstall

Die eingezäunte Wiese mit etwas Futter reicht den Hühnern nur für den Tag, in der Nacht oder bei mäßigem Wetter geht es in den Hühnerstall. Der Scharrraum mit Einstreu bildet den Kern. An einer Stelle hängen die Hühnerstangen, darunter das Kotbrett. An einer anderen Stelle sind die Legenester etwas aufgebockt und auch die Futterstelle ist leicht erhöht. Das Körnerfutter soll es nur im Hühnerstall geben, damit keine Wildtiere angezogen werden. Diese übertragen Krankheiten oder sind als Schadnager problematisch.Es soll immer etwas Licht in den Hühnerstall kommen, es darf aber nicht zu hell werden. Außerdem wollen Hühner trockene und frische Luft, weswegen eine Lüftung wichtig ist. Es soll jedoch kein Zug bei den Hühnerstangen entstehen. Über diese hinweg kann ein Rohr liegen, damit die kühle Luft in den Scharrraum „fällt“. Die warme Luft drückt sich zu einer zweiten kleinen Öffnung hoch, die etwas höher liegt. Wer die Öffnungen in der kalten Jahreszeit verjüngt, wird den Hühnerstall nicht zu weit auskühlen.Hühner sind Fluchttiere und gegen Fuchs und Marderartige wehrlos. Die Luftöffnungen wären deswegen mit marderfestem Draht zu sichern. Auch die Hühnerklappe muss zum Abend fest schließen. Wer eine Fütterung in die späten Abendstunden legt, hat die Hühner immer im Hühnerstall.

Eigene Eier sind etwas sehr leckeres

Besonderheiten

Nicht nur Fuchs und Marder jagen die Hühner. Wegen der Greifvögel soll es Deckung geben, gegen Hühnermilben das Staubbad. Wenn ein paar Büsche und nach unten schließende Nadelhölzer im Auslauf sind, werden beide Funktionen bereits erfüllt.Es muss zumindest eine trocken bleibende Stelle im Auslauf oder Hühnerstall mit ganz feinem Sand geben. Dieser allein reicht leider nicht, es kommt auf den Staub an. Wer alle paar Wochen etwas Holzasche hineingibt, hat das perfekte Staubbad für seine Hühner. Diese werden im Anfang aber selber schauen, wo sie es sich anlegen.Neben der Deckung gibt den Hennen auch ein Hahn mehr Sicherheit. Er warnt vor Feinden und zeigt den Hennen Futter. Diese können sich gedankenlos dem Vergnügen widmen, während der Hahn auf Beschützer macht.

Es gibt auch sehr witzig aussehende Hühnerrassen

Mit Hühnern Futter gegen Eier tauschen

Die Hühner im Garten werden zur Freude, wenn es frische Eier gibt. Es kostet aber mehr, als nur das Futter und täglich frisches Wasser. Wenigstens wöchentlich wäre der Hühnerstall zu reinigen und alle ein bis zwei Monate gründlich. Außerdem braucht es einen prüfenden Blick, ob die Hühner krank oder übermäßig mit Parasiten befallen sind. Doch soviel Arbeit ist es nicht, wer ohnehin täglich im Garten ist, kann auch das schnell erledigen.Geht es den Hühnern richtig gut, werden sie zu einem schönen Anblick und stellen sich außerdem auf ihre Halter ein. Einige Rassen werden besonders zutraulich und eignen sich damit als Familienhuhn.

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