Aussaat Tipps im April

Der April ist der Monat im Frühling, der den Startschuss in der Saison gibt. Jetzt kann schon mit einigen Kulturen im Freiland begonnen werden. Welche meine 5 Favoriten sind, erfährst Du hier in diesem Beitrag. Also hier sind meine Aussaat Tipps im April:

Freilandaussaat

Erbsen

Erbsen können ab Anfang April direkt ins Beet gesät werden. Selbst noch Spätfröste machen in der Regel den jungen Erbsen nichts aus. Zuckererbsen sind sogar noch etwas frostsicherer als Markerbsen. Diese würde ich erst ab Mitte April in die Erde bringen. Der Anbau an sich ist gar nicht so schwer. Ziehe eine Furche von ca 2-3 cm und lege ungefähr alle 10cm eine Erbse hinein. Die Furche wässern und wieder schließen. Die Erbsen keimen relativ schnell und sind Sie einmal draußen, wachsen sie schnell auf. Die meisten Erbsen benötigen eine kleine Rankhilfe. Eine gelegentliche Wassergabe reicht meistens. Wenn Du diese groben Richtlinien einhältst, wirst Du relativ schnell Deine eigene Ernte einfahren können.

Besonders Zuckererbsen sind schmackhafte Leckerbissen…

Möhren

Die meisten Möhren kann und sollte man jetzt aussäen. Später geht es natürlich auch, doch gerade Lagermöhren sollten möglichst früh gesät werden, damit sie ausreichend Zeit haben, um kräftig zu wachsen. Leider sind Möhren kleine Mimosen, wenn es um die Keimung geht. Doch sind sie es erstmal, wachsen sie in der Regel ohne jegliche Schwierigkeiten. Ziehe für die Aussaat eine 1-2 cm tiefe Rille und verteile gleichmäßig das Saatgut. Wenn Du das Saatgut mit etwas Sand vermischst, kannst Du dieses leichter gleichmäßig verteilen. Es gibt auch Saatbänder, in denen bereits das Saatgut gleichmäßig verteilt ist. Verschließe die Rille wieder und gieße sie gründlich an. Wichtig ist jetzt, die Saat bis zur Keimung immer gut feuchtzuhalten. Das geht gut, indem man zeitweise die Rille mit einem Brett oder Folie/Vlies abdeckt. Du darfst nur nicht vergessen, diese beim ersten Aufkeimen wieder zu entfernen. Zu dicht stehende Möhren kannst Du ein bis 2 Wochen nach der Keimung vereinzeln. Circa alle 3 cm sollte eine Möhre stehen bleiben. In der Regel sind die meisten Möhren nach ungefähr 150 Tagen erntereif.

Knackige und frische Möhren schmecken am Besten..

Rote Bete

Auch die Rote Bete kann jetzt im April ausgesät werden. Dafür ziehst du ganz einfach eine 2cm tiefe Rille und gibst die recht großen Saatkörner alle 5cm in die Rille hinein. Nach dem verschließen gut angießen und Unkraut frei halten. Nach ungefähr 10-14 Tagen keimen die ersten kleinen Pflänzchen. Du solltest die Rote Bete regelmäßig aber mäßig gießen. Wenn die Knolle ca 5cm Durchmesser hat, kannst Du sie nach und nach ernten.

Rote Bete gibt es in vielen Farben und Formen….

Spinat

Der Spinat gehört ebenfalls zu den Aussaaten im April. Und er ist eine ganz einfache Kultur. Für die Spinataussaat ziehst Du auch hier eine 2cm tiefe Rille und legst alle 5cm ein Saatkorn in den Boden. Die Rille wieder verschließen und andrücken. Nachdem Du die Rillen gut angegossen hast, brauchst Du Dich nicht viel mehr um den Spinat kümmern. In der Regel keimt der Spinat relativ schnell. Lediglich das Unkraut solltest Du regelmäßig entfernen. Ein wichtiger Tipp: bei zu reichliche Düngung bildet Spinat Nitrat und reichert dieses in seinen Blättern an. Deshalb solltest Du nicht kurz vor der Aussaat düngen. Am Besten ist eine Ausgabe von Kompost im Vorjahr, oder gut abgereifter Kompost mindestens 4 Wochen vorher.

Spinat ist ein einfaches Gemüse für jedermann…

Kartoffeln

In den allermeisten Fällen ist der April auch die perfekte Pflanzzeit für die Kartoffeln. Im Boden sind sie noch vor den schlimmsten Frösten geschützt und wachsen fast von ganz allein. So kannst Du ab Ende September schöne Kartoffeln aus der Erde holen. Wenn es doch noch sehr kalt ist oder der Boden noch ziemlich feucht ist, solltest Du noch ein paar Tage warten. Sonst besteht die Gefahr, dass die Kartoffeln im Boden faulen. Alle Tipps zum Kartoffelanbau findest Du hier.

Ein beliebtes Grundnahrungsmittel – die Kartoffel..

Geschützte Aussaat:

Gurke:

Mitte bis Ende April ist eine gute Zeit im Haus oder warmen Gewächshaus die Gurken vorzuziehen. Früher würde ich in der Regel nicht anfangen. Gurken sind, wie alle Kürbisgewächse, frostempfindlich. Die Aussaat, sowie die Keimlinge und Pflanzen dürfen also keinenfalls Frost abbekommen. Idealerweise säst Du die Gurken schon in relativ großen Töpfen aus, in denen sie bis zum Auspflanzen bleiben können. Gurken mögen pikieren und andere Störungen an den Wurzeln nicht so gerne. Fülle die Töpfe mit leicht aufgedüngter Erde. Aussaaterde hat für die Gurken, die ja nicht mehr umgesetzt werden, zu wenig Nährstoffe. Drücke in die Erde ein ca 1-2cm tiefes Loch und gebe den Samen hinein. Das Loch schließen und gut angießen. Bei ca. 20-22 Grad werden die Gurken ziemlich schnell keimen und können nach den Eisheiligen raus gepflanzt werden.

Auch krumm und schief ist die Gurke ein erfrischendes Gemüse…

Mais:

Ein immer beliebteres Gemüse (eigentlich ist es ja ein Getreide) ist der Mais. Ob Zuckermais oder Körnermais, im Anbau ist es beides gleich. Der April ist die beste Zeit, um den Mais vorzuziehen. Die wärmeliebende Pflanze wird idealerweise im April vorgezogen und Mitte Mai ausgepflanzt. Da Mais ein Starkzehrer ist, verwendest Du am Besten ebenfalls leicht aufgedüngte Erde. Gebe das Saatkorn ca. 2 cm tief in die Erde und stelle die Töpfe nach dem Angießen in ein warmes Zimmer. In der Regel keimt der Mais in 1-2 Wochen. Sind sie 2-3c groß, kannst Du sie definitiv kühler stellen. Mais kann auch kurzzeitig kühlere Temperaturen vertragen. Willst Du aber sicher gehen, pflanze Deine Maispflänzchen erst nach den Eisheiligen ins Freiland. Beachte: Mais ist ein Windbestäuber! Setzte die Pflanzen nicht in Reihen, sondern in kleinen Feldern (zb. 1m x 1m).

Der Mais ist nicht nur zum Essen gut…

Weisskohl und Rotkohl:

Die meisten Kohlsorten können jetzt vorgezogen werden. Wenn das Wetter einigermaßen ist, kannst Du bereits im Gewächshaus oder Frühbeet den Kohl vorziehen. Kohl keimt gut bei Temperaturen zwischen 10 und 18 Grad. Gebe einfach 1cm tief jeweils ein Samenkorn in die Anzuchterde und gieße alles gut an. Meist keimt der Kohl nach ungefähr einer Woche. Wenn sich 2 richtige Blattpaare gebildet haben, kannst Du die Kohlpflanzen ins Beet pflanzen. Je nachdem wie warm es draußen schon ist, solltest Du bereits auf Schädlinge achten. Kohlfliegen und der Kohlweißling können schnell Deine ganzen Jungpflanzen zerstören. Decke auch die Jungpflanzen mit Gemüseschutznetzen oder Vlies ab, damit sie ohne Schädlingsdruck wachsen können. Hast Du schon mein leckeres Rezept für meinen Spitzkohlsalat gesehen? Dann schau doch mal hier.

Viele Kohlsorten können auch leichten Frost gut vertragen…

Zucchini:

Wie auch die Gurke kann die Zucchini im April vorgezogen werden. Das sie allerdings, wenn sie einmal gekeimt ist, ziemlich schnell wächst, würde ich sie erst gegen Ende April aussäen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Zucchini vor den Eisheiligen schon so groß, dass sie in den begrenzten warmen Räumen kaum noch Platz finden. Genau wie die Gurken, aber auch allen anderen Kürbisgewächse, wollen die Zucchinis nicht großartig umgetopft werden. Am Besten wählst Du auch hier wieder einen größeren Topf.

Auch die Blüten der Zucchinis können gegessen werden…

Porree/Lauch:

Porree kann auch jetzt im April prima ausgesät werden. Für Sommerporree ist es fast zu spät, aber Winterporree kann jetzt wunderbar vorgezogen werden. Wähle dafür möglichst tiefe Töpfe – entweder einzelne Töpfchen in Anzucht Platten oder einzelne Töpfe. In größeren Töpfen kann der Porree auch gut und gerne flächig ausgesät werden. Eine Saattiefe von 0,5-1cm ist ideal. Bei 16-20 Grad keimt der Porree in aller Regel und es erscheinen dünne, grasähnliche Halme. Wenn diese ca die Dicke eines Bleistifts erreicht haben, können sie pikiert und in das Beet gepflanzt werden. Wähle dafür am Besten eine tiefgründig gelockerte Stelle. Mit einem Stab – der kann ruhig etwas dicker als die Porreepflänzchen sein – machst Du Löcher in den Boden. Etwa so tief, dass zwei Drittel der Pflänzchen darin verschwinden. So erreichst Du schöne lange, weiße Schäfte. Ein Drittel sollte aber dabei immer noch herausschauen. Angedrückt werden müssen die Pflänzchen nicht, durch dass Angießen wird das Loch zugeschwemmt. Jeweils nach 4 Wochen können die Pflanzen nochmals leicht angehäufelt werden. Das ist aber nicht immer notwendig. Sommerporree kann von Juli bis zu den ersten Frösten geerntet werden, Winterporree kann den ganzen Winter beerntet werden, wenn der Boden nicht zu hart gefroren ist.

Porree ist äußerst frosthart…

Alle hier von mir vorgestellten Kulturen sind meine Empfehlungen, die bei mir gut funktionieren. Allerdings kann das schon einige Kilometer weiter ganz anders aussehen. Viele Kulturen können hier gut oder schlecht funktionieren, und wo anders ist genau das Gegenteil. Das musst Du ausprobieren. Gärtnern ist ein Prozess und jeder muss für sich herausfinden, was gut funktioniert und was nicht.

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