Adventskalender #16

Grün und weiß leuchten sie in der vor weihnachtszeit an vielen Haustüren und weihnachtständen. Die Rede ist vom Mistelzweig. Woher der Brauch kommt, erfährst Du hier hinter dem 16. Türchen.

Der Mistelzweig

Der Brauch Rund um die Mistel kommt ursprünglich aus dem Nordischen. Viele alte Völker sehen die Mistel als heilig an. Außerdem ist sie eine alte Heilpflanze. Woher der Brauch genau kommt, ist nicht genau zu sagen. Bei den Germanen galt sie als Schutz vor Blitz und Feuer und sollte den Hausbewohnern Glück bringen. Laut Überlieferungen soll es darunter eben schon Friedensküsse gegeben haben.

Die nordische Mythologie enthält ebenfalls eine Geschichte über den Mistelzweig. Der Sohn der Göttin Frigga, die Gemahlin des Gottes Odin und Schutzgöttin der Mütter und Herdfeuer, wurde durch einen aus Mistelzweigen geschnitzten Pfeil getötet. Sie weinte viele Tränen aus Trauer, die auf den Mistelzweig fielen und sich in weiße Beeren verwandelten. Daraufhin erwachte der Sohn. So küsste Frigga jeden aus Freude, den sie unter dem Mistelzweig traf.

Woher Misteln bekommen:

Misteln bekommt man in der Vorweihnachtszeit meistens in Gärtnereien oder auf entsprechenden Märkten. Dort sind sie allerdings oft sehr teuer. Es geht aber auch einfacher. In vielen Gärten sind Bäume von den Misteln besetzt. Vielleicht sind die netten Besitzer so freundlich und schneiden einige Zweige ab. Auf Obstplantagen kann man ebenfalls Schnäppchen machen. Dort werden in den alten Obstbeständen die Misteln herausgeschnitten, da sie sie Bäume auf Dauer schädigen. Ist Deine Sicherheit nicht gefährdet, kannst Du sie auch gerne an wildwachsenden Bäumen in luftiger Höhe abernten. Viele glauben, die Mistel stände unter Naturschutz, was sie aber defininit nicht ist! Achte nur darauf, nicht auf Privatbesitz zu ernten oder die Bäume zu beschädigen.

Was ist die Mistel?

Die Mistel ist ein sogenannter Halbschmarotzer. Das bedeutet, sie kann zwar auch selbst Photosynthese betreiben, brauch aber einen Wirt, in diesem Fall den Baum, um zu überleben. Die Kerne, die über Vögel verbreitet werden, keimen auf der Rinde und wachsen durch sie hindurch in die nährstoffführende Schicht des Baums. Mit ihren Saugwurzeln ziehen sie von dort Wasser und Mineralien heraus. So ein Wurzelnetzwerk einer Mistel kann über einen Meter im Ast entlang wachsen, besonders wenn es schon alte Misteln sind. In der Regel werden sie aber schnell entfernt, da ein Übermaß an Misteln den Baum auf kurz oder lang sehr schädigt.

Hier geht’s zum 17. Türchen.

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